Multitasking geht gar nicht

Musik hören, ein wenig rumsurfen und dabei noch Hausaufgaben erledigen? Und sicher kennen Sie auch Menschen, mit denen sie telefonieren und nebenher klappert die Tastatur. Sind die Menschen besser, womöglich schneller als Andere?

„Multitasker werden durch äußere und innere Reize stärker abgelenkt. Auch den schnellen Wechsel von Aufgaben beherrscht der Multitasker schlechter.“ Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus dem Jahre 2009. Dabei ging es um Medien-Multitasker, also Leute, die gleichzeitig E-Mail lesen, im Web surfen, Musik hören und nebenher wird noch Hausaufgabe gemacht.

Wie findet man Multitasker? Man sucht mittels Fragebogen Personen, die angegeben, dass sie sich ständig parallel, unterschiedliche Medien konsumieren (beispielsweise E-Mail lesen, Hausaufgabe dabei machen und Musikhören). Und dann kann man einige Experimente anstellen.

Wer sich für die Experimente interessiert, kann diese in der Sendung mit Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer im Archiv von BR-Alpha nachsehen.

Das Ergebnis ist eindeutig. Multitasker haben ein Problem mit der Aufmerksamkeit und dem Erinnerungsvermögen bei steigender Komplexität der Aufgabenstellung. Sie benötigen länger für die Aufgaben und machen häufiger Fehler als Personen die sequentiell ihre Arbeiten erledigen.

Die vernichtende Quintessenz von Prof. Dr. Dr. Spitzer am Ende der Sendung lautet: „Wenn Sie noch keine Aufmerksamkeitsstörung haben, dann können Sie sich eine antrainieren. Sie müssen nur ganz oft alles Mögliche versuchen gleichzeitig zu machen. Sie werden es dann nicht gut können. Sie werden sehr oberflächlich sein. Sie werden vielleicht irgendwie ein Gefühl haben, dass Sie viel hinkriegen. Aber Sie kriegen nichts hin. Multitasken sollten wir auf keinem Fall, der nächsten Generation empfehlen.

Wenn der Chef Ihnen das nächste Mal vorwirft Sie seien zu langsam, weil Sie die Dinge der Reihe nach erledigen und nicht gleichzeitig mehrere Dinge auf die Reihe bekommen, dann zeigen Sie in diesen Blog. Er oder sie kann dann gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

Quellen:
Englischer Bericht: http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/8219212.stm
Sendung mit Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer im Archiv von BR-Alpha

Auf der Jagd nach dem Glück

Zur zeit lese ich zwei Bücher zum Thema Glück: Die Glückshypothese: Was uns wirklich glücklich macht. Die Quintessenz aus altem Wissen und moderner Glücksforschung von Jonathan Haidt und Glücklich sein: Warum Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben von Sonja Lyubormirsky. Beide sind Forscher, die sich dem neuen Themengebiet der positiven Psychologie verschrieben haben. Es gibt mittlerweile einiges aus diesem Forschungsgebiet zu berichten.

Ist Lebensglück messbar?

Eine Definition des Begriffes Lebensglück gibt es nicht. Manche nennen es dann auch Lebenszufriedenheit. Besonders die deutsche Sprache macht uns da zu schaffen. Im Englischen hat man „luck“, wenn man im Lotto gewinnt und ist „happy“, wenn man etwas Tolles unternommen hat. Die Glücksforschung beschäftigt sich naturgemäß nur mit „Happiness“. Diese „Happiness“ kann man messen z. B. durch den Oxford Happiness Indicator (OHI). Dieser Wert ist abhänging von der Tagesverfassung und kann schwanken, wenn man ihn ein paar Tage später wiederholt. Mit solchen Fragebogen kann man zumindestens Fortschritte im Glücksemfinden messen.

Wie kann man sein Lebensglück verbessern?

So banal das Ganze nun auch klingen mag. Es gibt ein paar Faktoren die das Leben spürbar erleichtern und bei vielem werden Sie sagen: das überrascht micht nicht.

Kontrollemfinden: Je mehr wir das subjektive Emfinden habe, dass wir die Dinge um uns herum unter Kontrolle haben, desto glücklicher werden wir. Dabei muss man beachten, dass dieses Emfinden subjektiv ist. Objektiv mag es immer Sachzwänge geben.

Eigeninitiative: Am einfachsten gewinnt man den subjektiven Eindruck der Selbstkontrolle, wenn man sich aktiv bei Entscheidungen einbringt. Wer selbst am Lenkrad seines Lebens sitzt und nicht anderen das Steuer überlässt, der ist einfach glücklicher.

Gute Beziehungen: Eine gute Beziehung zu einem Lebenspartner, aber auch zu einigen, wenigen Freunden, gute Gespäche in geselliger Runde, gemeinsame Unternehmungen, all dieses stärkt die persönliche Lebensfreude.

Meditation: Die Kunst die Fokusierung auf Nichts beherschen nur gut trainierte Meditierende. Aber auch wir können lernen mehr Selbstkontrolle über uns zu gewinnen, wenn man regelmässig einfache Meditationsübungen macht. Eine solche einfache Übung ist auf der Website beschrieben.

Es gibt noch viele weitere Wege, die nach Rom (bzw. zu einem verstärkten Lebensglück) führen. Doch dazu solle man die Bücher von Haidt und Lyubormirsky lesen, die ich sehr emfehlen kann. Natülich biete ich hier auch ein Einzelcoachingan.

Der Sinn des Lebens (Teil 3 von 3)

Was haben die beiden Buch-Blogs über den Sinn des Lebens mit NLP zu tun? Ist NLP eine Religion? Gibt NLP die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens?

In meinem Selbstverständnis des Menschen muss jeder seine Probleme selbst lösen. Aber: er muss sie nicht alleine lösen. Ein Coach ist deshalb für mich auch immer nur jemand der hilft den Klienten von A nach B zu gelangen. Er kann auch helfen das Reiseziel B besser zu klären, wenn der Klient noch nicht so ganz genau weiß wo er hin will. Ein guter Coach wird niemals seinen Klienten bewußt beeinflussen. (Unbewußtes Beeinflussen läßt sich nicht immer verhindern. Ein Coach ist auch nur ein Mensch.)

Nicht jedes Problem eines Klienten muss man gleich bis zur Sinnfrage aufbohren. Die gewünschte Veränderung eines Verhaltens kann, aber muss nicht gleich mit einem Wertewandel daherkommen. Aber die Lebensmotive, ob bewußt oder unbewußt gelebt, beeinflussen unser Handeln. Damit schwebt dier Frage nach dem Sinn des Lebens (des Klienten!) bei jeder Beratung mit ein.

Ich halte Selbstreflektion für eines der wichtigsten Mittel sein eigenes Leben besser in den Begriff zu bekommen. Dabei können solche etwas flappsig fomulierten Bücher hilfreich sein, die eigene Selbstreflektion anzustossen. Auf das Buch von Herrman Meier, das ich im Teil 1 etwas verrissen habe kann hilfreich sein. Deshalb habe ich auf Amazon auch 2 Sterne gegeben.

Für mich persönlich ist die Frage nach dem Sinn des Lebens eine falsche Frage. Ich sehe nicht einen generellen Sinn für alle Leben. Ich sehe individuelle Ansätze zum Sinn des eigenen Lebens. Dieser verändert sich auch. Das merkt man beispielsweise wenn mit zunehmenden Alter materielle Dinge in den Hintergrund treten und andere Dinge wichtiger werden.

In diesem Sinne finde ich es spannend seinen Horizont zum Thema „Der Sinn des Lebens“ zu erweitern und ermuntere auch gerne meine Klienten das zu tun. Die schriftliche Auseinanderzetzung mit dem Thema ist für mich extrem wichtig. Denn Schreiben ist geordnetes Denken. Und weil es soviel interessantes zu dem Thema gibt folgt auch noch ein Teil 4 (von 3).